Author Archiv

Den Kalten Krieg stoppen, damit es kein heißer wird

30. Januar 2020  Allgemein

Eine ErklÀrung wider den Irrsinn

Ausgerechnet in diesem Land soll ein »Denkmal fĂŒr die Opfer des Kommunismus« errichtet werden. Ein Denkmal fĂŒr die Opfer des Kapitalismus fehlt. Anstelle dessen wird das Kaiserschloss wiedererrichtet, welches auch ein Symbol fĂŒr die vielen Millionen Toten des maßgeblich von Deutschland mit zu verantwortenden ErstenWeltkrieges ist.
Ein Denkmal fĂŒr alle Opfer des Faschismus fehlt. GĂ€be es eines fĂŒr die des
Kapitalismus, so wĂ€ren die Opfer von 1933 bis 1945 eingeschlossen. Denn vom durch Hitler-Deutschland entfachten Morden in beinahe ganz Europa profitierte das deutsche Kapital, selbst vom fabrikmĂ€ĂŸigen Vergasen in den Todeslagern.
Wer ĂŒber die im Interesse des deutschen Kapitals im 20. Jahrhundert begangenen monströsen Verbrechen fast gar nicht reden will, den Völkermord an 6 Millionen JĂŒdinnen und Juden als PhĂ€nomen darstellt und die 27 Millionen im Zweiten Weltkrieg umgekommenen sowjetischen BĂŒrgerinnen und BĂŒrger fĂŒr kaum der Rede wert hĂ€lt, der sollte sich nicht als moralische Instanz aufspielen. Das wissen die Initiatoren dieses
geplanten Denkmals auch. Doch sie fĂŒhlen sich stark, nicht zuletzt, weil das
EuropÀische Parlament (EP) dementsprechende Richtlinien formulierte.
In der »Entschließung des EP vom 19. September 2019 zur Bedeutung des
europĂ€ischen Geschichtsbewusstseins fĂŒr die Zukunft Europas« heißt es, der Zweite Weltkrieg sei die unmittelbare Folge des zwischen Nazi-Deutschland und der Sowjetunion abgeschlossenen Nichtangriffsvertrages gewesen. Das ist zum einen geschichtsvergessen und zum anderen eine unerhörte Gleichsetzung der Sowjetunion mit dem Hitlerregime.
Dem entspricht in besagter Entschließung die unfassbare Feststellung, »dass es im öffentlichen Raum einiger Mitgliedstaaten (z.B. in Parks, auf PlĂ€tzen oder in Straßen) noch immer DenkmĂ€ler und GedenkstĂ€tten gibt, die totalitĂ€re Regime verherrlichen, was der VerfĂ€lschung historischer Tatsachen ĂŒber die Ursachen, den Verlauf und die Folgen des Zweiten Weltkrieges TĂŒr und Tor öffnet.«
Also weg mit dem Denkmal fĂŒr die im Kampf um Berlin gefallenen sowjetischen Soldaten im Treptower Park? Da wĂŒrde gleich Platz geschaffen fĂŒr ein »Denkmal fĂŒr die Opfer des Kommunismus«, zu denen ja wohl auch alle gezĂ€hlt werden mĂŒssen, die Hitlerdeutschland vor den Truppen der »totalitĂ€ren« Sowjetunion »verteidigten«.
In der Entschließung des EP findet sich kein einziges Wort ĂŒber den gewaltigen Anteil der Sowjetunion an der Zerschlagung der faschistischen Barbarei, kein Wort ĂŒber die unerhörten Opfer, kein Wort ĂŒber die von den deutschen Faschisten auf dem RĂŒckzug verbrannte sowjetische Erde – 2.000 km tief, kein Wort ĂŒber die infolge der Blockade von Leningrad Verhungerten, kein Wort ĂŒber die weit mehr als 600 niedergemachten
und niedergebrannten belorussischen Dörfer, kein Wort ĂŒber all die anderenungezĂ€hlten Verbrechen.
Die da ĂŒber die VerfĂ€lschung historischer Tatsachen durch Russland reden, verfĂ€lschen heuchelnd selbst. Doch wie anders sollten sie rechtfertigen, dass um Russland erneut ein Cordon sanitaire gezogen wird, dass deutsche Panzer wieder vor Russlands Grenzen stehen, und dass ausgerechnet im 75. Jahr der Befreiung der Völker Europas vom faschistischen Joch – auch ĂŒber den 8. und 9. Mai 2020 – das NATO-Großmanöver »DEFENDER Europe 2020« mit 37.000 Soldaten stattfindet. Ostern hingegen wird pausiert. Nicht pausieren wird die Friedensbewegung, der wir angehören und an deren
Aktionen – gerade gegen »DEFENDER Europe 2020« – wir aktiv teilnehmen. Denn NATO-Staaten proben den Aufmarsch in einem etwaigen gemeinsamen Krieg gegen Russland.
Die Vorbereitungen von Kriegen beginnen immer mit der LĂŒge. All jenen, die fĂŒr das Wiederaufleben des Kalten Krieges die Hauptverantwortung tragen, sagen wir: Wir wollen Eure LĂŒgen nicht, wir wollen Eure Kriege nicht, nicht Eure Sanktionen und auch nicht die Handelskriege. Die NATO, sie gehört aufgelöst. Und wir brauchen ein kollektives Sicherheitssystem unter Beteiligung Russlands. Stoppt den neuen Kalten Krieg gegen Russland, damit kein heißer Atomkrieg daraus wird, den keine und keiner
von uns ĂŒberlebte.

Diese ErklÀrung kann bis zum 8. Mai 2020 unterzeichnet werden. Bitte unter Angabe des Vor- und Nachnamen sowie des Wohnortes eine Nachricht an Herrn Thomas Hecker schreiben: thomas.hecker@email.de

Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:
Prof. Dr. Moritz Mebel (Berlin), Wolfgang Gehrcke (Berlin), Ellen Brombacher (Berlin), Gina Pietsch (Berlin), Hans-Henning Adler (Oldenburg), Dr. Wolfram Adolphi (Potsdam), Ali Al-
Dailami (Gießen), Heinz-Werner Bartels (Klocksin), Justo Cruz (Berlin), Dr. Diether Dehm (MdB), Ramona Dittrich (Stolberg), Rim Farha (Berlin), Prof. Dr. Edeltraut Felfe (Greifswald), Prof. Dr. Heinrich Fink (Berlin), Ilsegret Fink (Berlin), Lothar Geisler (Essen), Heiderose GlĂ€ĂŸ (Löbau), Reinhold GlĂ€ĂŸ (Löbau), Heike HĂ€nsel (MdB), Stefan Hartmann (Leipzig), Thomas Hecker (Berlin), Heidrun Hegewald (Berlin), Andrej Hunko (MdB), Stephan Jegielka (Berlin), Ulla Jelpke (MdB), Kristine Karch (DĂŒsseldorf), Prof. Dr. Hermann Klenner (Berlin), Torsten Koplin (Neubrandenburg, MdL), Wolfgang Krieger
(Bremen), Dr. Marianne Linke (Stralsund), Sabine Lösing (Göttingen), Zaklin Nastic (MdB), Dr. Alexander S. Neu (MdB), Christiane Reymann (Berlin), Ulrich Sander (Dortmund), JanSchalauske (Marburg, MdL), Susanne Schaper (Chemnitz, MdL), Heidemarie Scheuch-
Paschkewitz (Schwalm-Eder, MdL), Regina Silbermann (Chemnitz), Heinz Stehr(Elmshorn), Anita Tack (Potsdam), Bea Trampenau (Buchholz in der Nordheide), Dr. Reiner Zilkenat (Hoppegarten).


UnterstĂŒtzerinnen und UnterstĂŒtzer (Stand: 23.01.2020):
Elke Adler (Berlin), Dr. Ingelor Andresen (Berlin), Manfred Antonezyk (Berlin), Karin Bamberger (Rangsdorf), Karl-Heinz Bathe (Berlin), Dr. Gerd Belkius (Berlin), Petra Bergmann (Berlin), Christian Beyer (Berlin), Renate Braun (Berlin), Waltraud Bronizkaja (Berlin), BĂ€rbel Bruna (Berlin), Evelyn Buddrus (Berlin), Wolfgang BĂŒrger (Berlin), Roswitha Coerling (Berlin), Inge Dabrunz (Berlin), Burkhard Deckert (Vogelsdorf), Iris Deckert (Vogelsdorf), Horst Dunkel (Berlin), Carla Dyck (Berlin), Petra Euhus (Berlin), JĂŒrgen Ewers (Berlin), Hans Fuhrmann (Fredersdorf), Dieter GĂ€rtner (Berlin), Karl-Heinz GlĂ€ser (Magdeburg), Beate Gollmitz (Berlin), Oslinde Graumann (Berlin), Peter Graumann (Berlin), Dr. Ellen Harnisch (Berlin), Isolde Heinig (Berlin), Peter Heinig (Berlin), Helmut Heinrich (Berlin), Erika JĂ€hrichen (Berlin), Siegmar Knecht (Berlin), Barbara Kohlhoff (Berlin), Ursula
Krause (Berlin), Gisela Krell (Berlin), Christine Krieg (Berlin), Anton Kulmus (Berlin), Dr. Karin Kunze (Berlin), Helga Labs (Berlin), Roland Landvoigt (Berlin), Gerda Lantsch (Berlin), Gabriele Lesnik (Berlin), Margarethe Linke (Berlin), Bernd Ludewig (Berlin), Sigrid Martinek (Berlin), Marianne Matys (Berlin), Christine Meier (Berlin), Francois Melis
(Berlin), Marilies MĂŒller (Berlin), Michael MĂŒller (Berlin), Rosel MĂŒller (Berlin), Michael Munschke (Berlin), Ilse Mutzbauer (Berlin), Rainer Mutzbauer (Berlin), Ruht MĂŒtze (Berlin), Sabine Nacke (ZĂŒhlsdorf), Gerhard Nocke (Berlin), Anita Obt (Berlin), Inge Pardon (Berlin), Margot Pöhland (Berlin), Barbara Raddatz (Berlin), Erika Rathmann (Berlin), Ursula Richter
(Berlin), Frank Roßner (Fredersdorf-Vogelsdorf), Rolf Schubert (Berlin), Gerd Schulze (Berlin), Ursula Sebastian (Berlin), Helga Singh-Meier (Berlin), Heinrich Sommer (Berlin), Robert Sperber (Berlin), Lydia Spov (Berlin), Karin Stoye (Hoppegarten), Erika Tiepold (Berlin), Ewa Tosch (Berlin), Uwe Trostel (Berlin), Sonja Weck (Berlin), Angelika Weiler (Berlin), Maja Wiens (Berlin), GĂŒnter Wittenbecher (Berlin), Ute Wittenburg (Berlin).

Die Blutspur des US-Imperialismus

14. Januar 2020  Allgemein

Die aktuellen Ereignisse im Iran lehren uns, dass die Konzentration von wirtschaftlicher Macht im Imperialismus mĂŒndet, also in kriegerischen Eroberungen von Rohstoffen und AbsatzmĂ€rkten. In nur 16 ihrer 242 Jahre langen Geschichte haben die USA keinen Krieg gefĂŒhrt. Zur Chronologie der Kriegsverbrechen im Vorderen Orient gehört der Sturz von demokratischen Regimen (1953 im Iran) ĂŒber KriegslĂŒgen und Kriege gegen den Irak (1990 und 2003) bis hin zur einseitigen KĂŒndigung des Nuklearabkommens mit dem Iran durch die USA (2018).

Die Ermordung des iranischen Generals Soleimani auf Befehl von Trump geschah, wĂ€hrend sich Soleimani als Diplomat zu Friedensverhandlungen im Irak aufhielt. Trump habe sich sogar persönlich dafĂŒr bedankt – wie schamlos. Angesichts von ĂŒber drei Millionen Toten in den letzten Jahrzehnten durch die Kriegsverbrechen der US-Administration erscheint der Hass der Betroffenen auf die Regierung der USA als „Terrorist Nr. 1“ zumindest verstĂ€ndlich.

Leserbrief zu den Brettener Friedenstage

24. November 2019  Allgemein

Zu den prĂ€genden  Kindheitserinnerungen aus den fĂŒnfziger Jahren gehören fĂŒr mich die damals immer noch sichtbaren TrĂŒmmerfelder meiner im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstörten Heimatstadt Koblenz und die ErzĂ€hlungen der Verwandtschaft von den fĂŒrchterlichen BombennĂ€chten. Dass Krieg etwas Entsetzliches ist und verhindert werden muss, lag fĂŒr mich daher schon frĂŒh auf der Hand. Deshalb finde ich es zunĂ€chst einmal höchst lobenswert, wenn sich Angehörige der Kinder- und Enkelgeneration im Rahmen der Brettener Friedenstage gegen den Krieg und fĂŒr den Weltfrieden engagieren.

Allerdings ist dem Leserbrief von Herrn Kuttler zuzustimmen, dass man den Frieden nicht mit PlĂ€tzchenbacken und Kerzen sichern wird. Wenn es die Initiatoren der Brettener Friedenstage ernst meinen, sollten sie Ross und Reiter nennen und offen sagen, wer und was heute ganz konkret den Frieden gefĂ€hrdet. Da wĂ€ren z.B. deutsche RĂŒstungsexporte nach Saudi-Arabien zu nennen, mit denen im Jemen ein blutiger Krieg gefĂŒhrt wird. Zu nennen wĂ€ren auch US-amerikanische Atomwaffen auf deutschem Boden (etwa in BĂŒchel / Eifel), gegen die die Friedensbewegung schon seit Jahren demonstriert. Und zu nennen wĂ€re schließlich die Stationierung von Bundeswehr-Einheiten in LĂ€ndern, in denen sie nichts verloren haben, so in Afghanistan (seit fast 20 Jahren) und in Mali.

Im nĂ€chsten Jahr werden mit einiger Sicherheit erneut wieder „Brettener Friedenstage“ stattfinden. Bis dahin sollten sich die Initiatoren und beteiligten Gruppen einmal ernsthaft Gedanken darĂŒber machen, welche konkreten Fragen im Zusammenhang mit dem Thema „Krieg und Frieden“ auf der Tagesordnung stehen. Dann wĂ€re sicherlich auch die Akzeptanz und Aufmerksamkeit in der Bevölkerung grĂ¶ĂŸer, als bei rein symbolischen und unverbindlichen Aktionen.

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG DER BRETTENER LINKEN

21. Oktober 2019  Allgemein

Seine diesjÀhrige Jahreshauptversammlung hielt der Brettener Ortsverband der Partei DIE LINKE letzten Samstag in Diedelsheim ab. Am Anfang stand dabei eine EinschÀtzung des Zustandes des Bundespartei, auch vor dem Hintergrund der schwachen Wahlergebnisse
bei der Europawahl und der Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen. Einhellige Meinung der Mitglieder war, dass die Partei sich wieder deutlicher als Protestpartei der Arbeitnehmer, Arbeitslosen und Rentner profilieren mĂŒsse und insbesondere die Probleme des lĂ€ndlichen Raums, gerade auch im Landkreis Karlsruhe, nicht aus den Augen verlieren dĂŒrfe. Alles andere sei nur Wasser auf die MĂŒhlen rechter Bewegungen.

Im örtlichen Rechenschaftsbericht stellte Ortsverbandssprecher Dr. Peter Bahn heraus,
dass das vergangene Jahr ganz im Zeichen der Kommunalwahlen gestanden habe. Mit
dem Aufbau und der UnterstĂŒtzung der ĂŒberparteilichen WĂ€hlergemeinschaft AUFBRUCH
BRETTEN konnten zahlreiche neue Kontakte geknĂŒpft und z.T. in die kommunalpolitische
Arbeit einbezogen werden. Bei der Kreistagswahl, zu der DIE LINKE eigenstÀndig
kandidierte, konnten die Stimmergebnisse mancher bekannter „alter Hasen“ aus anderen
Parteien teilweise ĂŒbertroffen werden.

Bei der Neuwahl des Ortsverbandssprechers wurde Dr. Peter Bahn ohne Gegenstimme in
seinem Amt bestÀtigt. Beim Blick in die Zukunft waren sich die Brettener Linken einig,
dass im Zentrum die weitere aktive UnterstĂŒtzung der kommunalpolitischen Arbeit von
AUFBRUCH BRETTEN und von Stadtrat Hermann FĂŒlberth zu stehen habe. DarĂŒber
hinaus wolle DIE LINKE in Bretten aber auch eigenstÀndig zu allgemeinpolitischen
Themen Stellung nehmen, z.B mit einer öffentlichen Veranstaltung nach Abschluss des
Bundesparteitages im FrĂŒhjahr und dem einen oder anderen Bildungsseminar.

Wir wollen eure Waffen nicht!

26. August 2019  Allgemein

Europa darf kein Schlachtfeld fĂŒr den Atomkrieg werden. Kaum ist der INF-AbrĂŒstungsvertrag aufgelöst, testen die USA schon ihre Mittelstrecken-Raketen. Diese Woche in Kalifornien, nĂ€chste Woche in Europa?

Gleichzeitig trommelt Verteidigungsministerin AKK in Deutschland fĂŒr massive AufrĂŒstung: Auf sagenhafte 85 Milliarden Euro soll der MilitĂ€retat wachsen – so ihr Wunsch. Bei der RĂŒstungsindustrie fließt Champagner!

Nie wieder Krieg. - Termine und Aktionen zum Antikriegstag am 1. September

In Zeiten globaler Herausforderungen wie des Klimawandels brauchen wir keine weitere Eskalation. Wir mĂŒssen zusammenrĂŒcken, Ressourcen sinnvoll einsetzen, Konflikte diplomatisch lösen, gemeinsam handeln. FĂŒr AbrĂŒstung, Entspannung und Diplomatie!

Dein Profilbild zum Antikriegstag am 1. September

Diese Woche haben wir ĂŒber 370 Pakete Sticker und Flyer verschickt. Material, mit dem Aufstehen sichtbar wird – auf der Straße, vorm Supermarkt, in der Kneipe, an der Uni, im Betrieb. Das ist bitter nötig. Um etwas zu verĂ€ndern mĂŒssen wir mehr werden, sichtbarer, Druck entfalten – und Du kannst mitmachen.

Bestelle Aufkleber und Plakate "Wir wollen eure Waffen nicht"

.

Suche das GesprĂ€ch mit Freunden und Kollegen. Sprecht darĂŒber, warum und wie wir uns fĂŒr eine gerechte, friedliche und demokratische Gesellschaft einsetzen können. Wenn die Politik versagt, musst du selbst der sozialen Spaltung in unserem Land entgegentreten!

Herzliche GrĂŒĂŸe
Dein Aufstehen-Team

Spendenkonto
Aufstehen TrÀgerverein Sammlungsbewegung e.V.
Deutsche Skatbank
IBAN: DE80 8306 5408 0004 0857 01
BIC: GENODEF1SLR

Gesundheit ist keine Ware! FlÀchendeckende Gesundheitsversorgung im Land sichern

17. Juli 2019  Allgemein

Sozialminister Manfred Lucha fĂŒhlt sich mit seiner bisherigen Gesundheitspolitik der Klinikschließungen durch eine Studie der Bertelsmann-Stiftung bestĂ€tigt. Diese Studie schlĂ€gt eine Schließung von nahezu der HĂ€lfte aller Kliniken in Deutschland vor, angeblich, um die QualitĂ€t der Patientenversorgung zu sichern.

Die Theorie hinter dieser Studie klingt dann in der Pressemitteilung der Stiftung folgendermaßen: „Wenn ein Schlaganfallpatient die nĂ€chstgelegene Klinik nach 30 Minuten erreicht, dort aber keinen entsprechend qualifizierten Arzt und nicht die medizinisch notwendige Fachabteilung vorfindet, wĂ€re er sicher lieber ein paar Minuten lĂ€nger zu einer gut ausgestatteten Klinik gefahren worden.“


Bernd Riexinger, Parteivorsitzender und MdB aus Stuttgart erklÀrt dazu:

Diese Haltung ist einfach nur zynisch und absolut falsch!! Ein Schlaganfallpatient will schneller als in 30 Minuten in der nÀchstgelegenen Klinik sein und dort dann ganz sicher einen qualifizierten Arzt und die notwendige Versorgung vorfinden. Denn das Problem sind nicht zu viele KrankenhÀuser, sondern ein völlig kaputt gespartes Gesundheitssystem.

Die nĂ€chstgelegene Klinik muss mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet werden und die Ärzte und das Fachpersonal mĂŒssen gerecht bezahlt werden, dann wĂ€re allen Patienten am besten gedient. Das hĂ€tte dann auch den Effekt, dass KleinstĂ€dte und der lĂ€ndliche Raum nicht noch weiter ausbluten und immer mehr Menschen in BallungsrĂ€ume ziehen.

Dass  der baden-wĂŒrttembergische Sozialminister Manfred Lucha diese Studie und die Schließung von KrankenhĂ€usern vorschlĂ€gt, zeigt nur, wie sehr die GrĂŒnen sich mittlerweile von einer sozialen Politik in Baden-WĂŒrttemberg entfernt haben. Gesundheit ist keine Ware und deswegen lehnt DIE LINKE die Ergebnisse dieser fragwĂŒrdigen Studie ab und fordert eine flĂ€chendeckende Gesundheitsversorgung im Land.“

WO BLEIBT DIE LINKE ?

13. Mai 2019  Allgemein

2014 kandidierte die Brettener LINKE erstmals zur Gemeinderatswahl und konnte mit knapp 3 % der Stimmen ein Mandat im 26-köpfigen Ratsgremium erringen. FĂŒr eine konservativ geprĂ€gte Kleinstadt wie Bretten war das ein großer Erfolg. Hermann FĂŒlberth, der das Mandat wahrnahm, war in den folgenden 5 Jahren vielbeachteter „Hecht im Karpfenteich“ des Brettener Gemeinderats und bezog immer wieder klare Positionen zu sozialen Fragen und gegen die VerwaltungsbĂŒrokratie.

Im Sommer letzten Jahres wurde dem Brettener Ortsverband der LINKEN aber zunehmend klar, dass es nicht darum gehen könne, das eine Mandat zu halten, sondern dass es gelingen mĂŒsse, die gesellschaftliche und politische Basis  zu verbreitern. Anders gesagt: es musste eine breite BĂŒndnisliste aus Mitgliedern der LINKEN und parteilosen BĂŒrgern geschaffen werden. Das Motto sollte sein: „Bretten braucht einen neuen Aufbruch !“ Ende November wurde daraufhin die WĂ€hlervereinigung „AUFBRUCH BRETTEN“ gegrĂŒndet, Ende Januar  konnte eine 14-köpfige Liste aufgestellt werden. der mehrere Mitglieder des LINKE-Ortsverbandes sowie Parteilose angehören, darunter Personen, die bisher noch nie politisch aktiv waren. Das Programm der Liste ist eindeutig links ausgerichtet (sozialer Wohnungsbau, ÖPNV, Zusammenleben von Migranten und Deutschen, BekĂ€mpfung von bĂŒrokratischer WillkĂŒr, kommunale Demokratie, usw.) und kann im Detail auf der Homepage www.aufbruch-bretten.de nachgelesen werden. FĂŒr AUFBRUCH BRETTEN verzichtet der Ortsverband ddr LINKENbei der Gemeinderatswahl auf eine eigene Kandidatur.

Trotzdem ist DIE LINKE auf kommunaler Ebene auch in Bretten wĂ€hlbar. Zur Kreistagswahl tritt die Partei DIE LINKE in allen 13 Wahlkreisen des Landkreises an. Im Wahlkreis Bretten wurden hierzu zwei Kandidaten nominiert, die einen großen örtlichen Bekanntheitsgrad haben. Auf Platz 1 der Bewerberliste tritt der LandschaftsgĂ€rtner und MarathonlĂ€ufer Heinz-Peter Schwertges aus Ubstadt-Weiher an, der 2017 in Bretten fĂŒr das Amt des OberbĂŒrgermeisters kandidiert hatte. Auf Platz 2 aufgestellt wurde der Kulturwissenschaftler und langjĂ€hrige Personalrat bei der Stadt Dr. Peter Bahn, der zur Gemeinderatswahl wiederum fĂŒr AUFBRUCH BRETTEN kandidiert.

Jeder WĂ€hler hat fĂŒr den Gemeinderat 26 Stimmen, bis zu 3 Stimmen können auf einen einzelnen Kandidaten „gehĂ€uft“ werden.FĂŒr den Kreistag hat jeder WĂ€hler 6 Stimmen, dabei können pro Kandidat ebenfalls 3 Stimmen vergeben werden. Der Brettener Ortsverband von DIE LINKE ruft dazu auf: bei der Gemeinderatswahl alle 26 Stimmen fĂŒr die Liste AUFBRUCH BRETTEN ! Und bei der Kreistagswahl alle 6 Stimmen fĂŒr die Liste DIE LINKE !

FÜR EINE SOZIALE POLITIK – DIE DINGE BEIM NAMEN NENNEN !!!

REDE VON STADTRAT HERMANN FÜLBERTH IM GEMEINDERAT ZUR VERABSCHIEDUNG DES STÄDTISCHEN HAUSHALTS 2019

27. Februar 2019  Allgemein

„Die fetten Jahre sind vorbei“ verkĂŒndet Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Dies macht sich mittlerweile auch im Haushalt der Stadt Bretten bemerkbar. Betrachtet man die mittelfristige Finanzplanung bis 2022, so wird sich die Verschuldung der Stadt auf 19,6 Mio. EUR erhöhen, mit Schwerpunkt in den Jahren 2019 / 2020. Ob es danach mit der Schuldenentwicklung tatsĂ€chlich etwas gemĂ€chlicher aufwĂ€rts geht, wie OB und KĂ€mmereiamt vorhersagen, steht in den Sternen.

Das alles mĂŒsste nicht sein. Wir als LINKE haben seit Jahren bei den Haushaltsberatungen ein stĂ€rkeres Engagement der Verwaltungsspitze und der Kollegen aus den anderen Fraktionen fĂŒr höhere ZuschĂŒsse und SchlĂŒsselzuweisungen von Bund und Land angemahnt. Wo aber blieb entsprechender kommunaler „Druck von unten“, auch in Richtung einer Änderung der gesetzlichen Grundlagen ? Fehlanzeige auf der ganzen Linie ! Wo blieb die Kritik von Ihnen, sehr geehrter Herr OberbĂŒrgermeister, und von Ihnen, verehrte Kolleginnen und Kollegen, an unsinnigen Staatsausgaben, z.B. in den Bereichen RĂŒstung, Bankenrettung und Subventionierung umweltschĂ€dlicher Produkte ? Wo blieb Ihre Kritik an dem Milliardengrab „Stuttgart 21“ ?  FĂŒr all das und noch viel mehr wurden und werden Milliarden verpulvert, die in den Kommunen fehlen: fĂŒr Kinderbetreuung, öffentlichen Nahverkehr, KrankenhĂ€user, Sozialstationen und andere nĂŒtzliche Einrichtungen, die der Normalbevölkerung zugute kommen wĂŒrden.

Ein weiterer Grund fĂŒr die nun wieder zunehmende Neuverschuldung ist hausgemacht. Im Ehrgeiz, den kommunalen Schuldenstand vordergrĂŒndig zu  senken, haben Sie, Herr OberbĂŒrgermeister Wolff, jahrelang eine rigide Sparpolitik betrieben nd notwendige Investitionen auf   die ganz lange Bank geschoben. „Verwalten statt gestalten“ war das unausgesprochene Motto. Dies gilt nicht zuletzt auch fĂŒr den Personalbereich. Auf diese Weise ist ein immer grĂ¶ĂŸerer Investitionsstau entstanden, der sich ausgerechnet jetzt, wo das Geld wieder knapper wird, negativ bemerkbar macht.

Eine vorausschauende und vor allem eine ehrliche Haushaltspolitik sehen anders. aus Vor diesem Hintergrund muss die LINKE dem vorliegenden Haushaltsentwurf ihre Zustimmung verweigern.

„DIE LINKE“ NOMINIERT KREISTAGS-KANDIDATEN

27. Februar 2019  Allgemein

Auf einer Mitgliederversammlung in Pfinztal stellte die Partei DIE LINKE  kĂŒrzlich ihre Kandidaten fĂŒr die Wahl des Kreistages Karlsruhe-Land am 26. Mai auf.  Im Gegensatz zur Wahl vor fĂŒnf Jahren tritt die Partei diesmal mit Kandidaten in allen 13 Wahlkreisen des Landkreises an und geht davon aus, in FraktionsstĂ€rke in den Kreistag einziehen zu können.

Auf Platz 1 im Wahlkreis Bretten-Gondelsheim kandidiert der LandschaftsgĂ€rtner, Hobbywinzer und MarathonlĂ€ufer  Heinz-Peter Schwertges aus Ubstadt-Weiher. Schwertges ist in Bretten kein Unbekannter, kandidierte er doch  2017 in der Melanchthonstadt fĂŒr das Amt es OberbĂŒrgermeisters. Seine politischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen des Natur- und Landschaftsschutzes, und der ökologischen Landwirtschaft. Zudem ist er ein  entschiedener Gegner des Atomkraftwerks  Philippsburg,  dessen sofortige Stillegung er fordert.

Auf Platz 2 im gleichen Wahlkreis kandidiert mit Peter Bahn  aus Bretten ein langjĂ€hriger Personalrat bei der Stadt Bretten und studierter Kulturwissenschaftler. Seinen Schwerpunkt sieht er  im Einsatz fĂŒr gute Arbeitsbedingungen  in der Kreisverwaltung und allen Betrieben des Landkreises, bis hin zu den Kliniken in Bruchsal und Bretten. Mittelfristig anzustreben ist seines Erachtens  die Wiederansiedelung einer Geburtshilfestation im Brettener Krankenhaus.

“Aufbruch fĂŒr Bretten” KANDIDIERT FÜR DEN GEMEINDERAT

03. Dezember 2018  Allgemein

Am letzten Mittwoch traf sich eine Anzahl von interessierten Brettener BĂŒrgern und diskutierte ausfĂŒhrlich  ĂŒber die Situation  im Vorfeld der kommenden Gemeinderatswahlen.  Einigkeit herrschte darĂŒber, dass angesichts  von Stillstand und Verkrustung in der Brettener Kommunalpolitik,  einer  selbstherrlichen VerwaltungsbĂŒrokratie und zunehmender  BĂŒrgerferne ein neuer Aufbruch  und neue Impulse notwendig seien.

Die Teilnehmer des Treffens beschlossen daher, mit einer eigenen Liste unter dem Namen „Aufbruch Bretten“ zur Gemeinderatswahl im Mai 2019 anzutreten. Diese Liste soll in erster Linie die Interessen der Normalbevölkerung, d.h. der Arbeitnehmer und  ihrer Familien,  der Rentner, der Alleinerziehenden und der sozial Schwachen vertreten.  Gefordert  werden ein deutlicher Ausbau des sozialen Wohnungsbaus und des  öffentlichen Personen-Nahverkehrs in der Kernstadt und in den Stadtteilen,  eine besser organisierte und  vor allem kostengĂŒnstigere  Kindergartenbetreuung,  eine die NaturflĂ€chen schonende Stadtplanung sowie ein friedliches und solidarisches Miteinander aller Bevölkerungsgruppen,  unabhĂ€ngig von der  Herkunft.  Vor allem aber mĂŒsse der Gemeinderat wieder seine Rolle  als zentrales Organ   der kommunalpolitischen Entscheidungsfindung  wahrnehmen und dĂŒrfe sich nicht lĂ€nger von OB und VerwaltungsbĂŒrokratie „auf der Nase herumtanzen“ lassen.

An dem Treffen nahmen Brettener Mitglieder der Partei  DIE LINKE und parteilose BĂŒrger ganz unterschiedlicher Herkunft teil.  Angestrebt wird  eine breite, parteiunabhĂ€ngige und bewusst auf kommunalpolitische Kernforderungen orientierte Liste.  Im Dezember und Anfang Januar soll bei weiteren  Treffen ein detailliertes  Wahlprogramm zur Gemeinderatswahl erarbeitet werden. Ende Januar erfolgt  dann die Aufstellung der Liste. Wer sich in den Diskussionsprozess einbringen und evtl. selbst kandidieren möchte, kann Kontakt zu Stadtrat Hermann FĂŒlberth  (E-Mail h.fuelberth@gmx.de) aufnehmen.