Offener Bief von Ali Cankaya an den Brettener OB Wolff

15. Februar 2014  Allgemein

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Wolff,

das Thema Leiharbeit und Werksverträge bei der Fa. Deuerer in Bretten sorgt immer wieder für neuen Gesprächsstoff.

So wurde am letzte Woche, wieder einmal, in den überregionalen Medien (“Kontext“/die Wochenendzeitung der taz) über die hohe Anzahl an Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern sowie Werksvertragsbeschäftigten geschrieben, von denen es mindestens 600 bei Europas größtem Tierfutterhersteller geben soll.Diese Meldungen wurden inzwischen auch auf örtlichen Internetseiten (z.B. Bürgerarbeitskreis und „ Neues aus der Region „ ) aufgegriffen.

Immer wieder tauchen auch Gerüchte über eine deutlich zu geringe Bezahlung der genannten Arbeitkräfte auf. Aufklärung über die scheinbaren Missstände zu schaffen scheint wohl außerhalb des Interesses der Unternehmensführung zu sein.

Jedenfalls erklärt diese, nicht dafür zuständig zu sein, was bei den Beschäftigten aus Leiharbeit und Werksvertrag am Ende im Geldbeutel bleibt.

Denn Firmenbeschäftigte seien diese ja nicht.

Die Brettener Linke hat sich nun bei der zuständigen Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) erkundigt. (Diese hat vor einigen Jahren erreicht, dass wenigstens die „Stammkräfte“ bei Deuerer einen Betriebsrat wählen konnten und auch die Bezahlung für diesen Personenkreis geordnete Bahnen angenommen hat.)

Sobald der Mindestlohntarif für die Beschäftigten in der Fleischindustrie greift, was wohl im Juli 2014 der Fall sein wird, will man von dort aus das Problem mit der chronischen Unterbezahlung der betroffenen Menschen erneut angehen.

DIE BRETTENER LINKE fordert die Stadtverwaltung auf eine nochmalige Begehung in die fraglichen Unterkünften vorzunehmen und daran auch Vertreter sozialer Einrichtungen,die Kirchen und des Gesundheitsamtes zu beteiligen.

Mit freundlichen Grüßen

Ortsverbandssprecher DIE LINKE Bretten

Ali Cankaya

 


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