Die SPD Gesundheitsministerin Altpeter lässt Brettener Frauen im Regen stehen.

31. Oktober 2012  Allgemein, Pressemitteilungen

In einem persönlichen Antwortbrief (s. auch “Anfrage an die Gesundheitsministerin und an die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung”) an die Brettener LINKEN findet Frau Ministerin Altpeter kein Wort des Bedauerns über die Aufsichtsratsentscheidung der Klinik- Holding. Auch äußert sie sich nicht zu den Fragen der öffentlichen Krankenhausbedarfsplanung, wie sie von uns dargestellt worden sind. Obgleich das in ihrer Zuständigkeit liegt, lässt sie diese Fragen unbeantwortet.

Aus dem Schreiben der Gesundheitsministerin  kann man leider schließen, dass es das Land hinnehmen würde, wenn auch im neu erbauten Klinikum künftig auf die Geburtshilfe verzichtet werden würde. Eine wohnortnahe Geburtshilfe zu garantieren, liegt erkennbar nicht im Interesse der  Ministerin, denn sie verweist  in Ihrem Antwortbrief an Die Linke Bretten auf Bruchsal und Karlsruhe mit ihren nächst gelegenen Einrichtungen. Unserer Beurteilung nach sieht es so aus, als würde die Landesregierung ihrer eigenen Krankenhausbedarfsplanung keine Bedeutung mehr beimessen. Eine „Schrumpf-Klinik“ ohne Geburtshilfe wäre für eine Frauen -und familiengerechte Versorgungsstruktur aber völlig verfehlt.

Leider geht die Landes-Ministerin mit keinem Wort auf unsere Vorschläge  ein, z.B. eine Festanstellung für Frauenheilkunde am Klinikum zu schaffen. So müssen wir leider feststellen, dass man sich in Stuttgart von den  Protesten der Bürgerinnen und Bürger überhaupt nicht beeindrucken lässt. Die versprochene Bürgernähe und Bürgerbeteiligung also nur ein PR-Gag? Auch die konstruktiven Vorschlägen, die von uns für die Geburtshilfe vor Ort gemacht werden, bleiben unkommentiert. Eine enttäuschende Antwort bekamen wir da von der Landesregierung.

Dennoch wollen wir LINKE dran bleiben und erwarten vom Landkreis, dass er sich für die Festeinstellung einer Fachärztin stark macht und  eine integrierte Versorgung mit ambulanter Tätigkeit in den Räumen des Klinikums ermöglicht. Die Linke sieht darin einen praktikablen Weg, qualitativ gute Geburtshilfe in Bretten auch in Zukunft zu sichern.


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